Von Donnerstag bis Sonntag geht in der georgischen Hauptstadt Tiflis, genauer im Olympischen Sportpalast, die Judo-Europameisterschaft in Szene. Georgien ist ein judoverrücktes Land. Trotz schlechter Verkehrsanbindung und relativ hoher Ticketpreise sollte die 3.600 Besucher:innen fassende Halle an allen vier Wettkampftagen gut gefüllt sein. Die wichtigsten Zahlen und Fakten zur EM:
- 400 Judoka aus 46 Nationen gehen bei der EM an den Start. Die größten Delegationen stellen Frankreich, Italien und Russland mit dem Maximum-Kontingent von je 18 Athlet:innen, gefolgt von Gastgeber Georgien mit 17. Österreich schickt acht Aktive ins Rennen.
- In der Startliste finden sich u.a. drei Weltranglisten-Erste (Distria Krasniqi/KOS/-52, Lara Cvjetko/CRO/-70 und Timur Arbuzov/RUS/-90) sowie acht Paris-Olympiasieger (Alice Bellandi/ITA/-78, Sarah Leonie Cysique/FRA/-57/Team, Romane Dicko/FRA/+78/Team, Hidayat Heydarov/AZE/-73, Lasha Bekauri/GEO/-90, Zelym Kotsoiev/AZE/-100, Joan-Benjamin Gaba/FRA/-73/Team, Maxime-Gael Ngayap Hambou/FRA/-90/Team).
- Lubjana „Lulu“ Piovesana ist die einzige Österreicherin, die als Nummer 6 im Halbmittelgewicht gesetzt ist.
- Die am stärksten besetzte Gewichtsklasse ist bei den Männern das Leichtgewicht (-73 k) mit 41 Athleten, bei den Frauen das Mittelgewicht (-70) mit 35 Teilnehmerinnen. Die Gewichtsklasse von Michaela Polleres ist auch die sportlich wertvollste Einzelkategorie – nicht weniger als 7 Judoka aus den Top-10 der Weltrangliste sind in Georgien mit von der Partie.
- Lubjana Piovesana, Bernd Fasching und Samuel Gaßner waren die ersten drei ÖJV-Athlet:innen, die Mittwochnachmittag in Tiflis im Hotel eintrafen. „Lulu“ (-63) und Samuel (-73) sind dann am Freitag die ersten zwei rot-weiß-roten Judoka, die im Olympischen Sportpalast in Aktion treten. Großkampftag aus österreichischer Sicht ist der Samstag – im Einsatz sind: Michaela Polleres (-70), Magamed Borchashvilli, Bernd Fasching (beide -81), EM-Debütant Issa Naschcho und Thomas Scharfetter (-90). Am Sonntag startet dann noch Schwergewichtler Movli Borchashvilli (+100).
- Die letzte österreichische EM-Medaille gewann Shamil Borchashvili (-81/siehe Foto) im April 2024 in Zagreb. Letztes Jahr – in Podgorica (MNE) – war ein fünfter Rang von Lubjana Piovesana (-63) die einzige Ausbeute. Die Bilanz der letzten 10 Jahre lautet: 1 x Silber, 8 x Bronze.
- Österreichs acht EM-Starter:innen in Tiflis und ihre Auftaktgegner:innen: Freitag, 17. April, 2. Wettkampftag, -63 kg, Achtelfinale: Lubjana Piovesana (LZ Hohenems/V/6) – Siegerin aus dem Duell Leila Mazouzi (SLO)/Kerem Primo (KOS), bei einem Sieg würde im Viertelfinale vermutlich Marion Deketer (FRA/3) warten;-73, 1. Runde: Samuel Gaßner (UJZ Mühlviertel/OÖ) – Fabio Basile (ITA); Samstag, 18.04., 3. Wettkampftag, -70, 2. Runde: Michaela Polleres (JC Sparkasse Wimpassing/NÖ) – Madina Taimazova (RUS); -81, 1. Runde: Bernd Fasching (Galaxy Judo Tigers/W) – Victor Sterpu (MDA), 2. Runde: Magamed Borchashvilli (Galaxy Judo Tigers/W) – Tato Grigalashvili (GEO/2), -90, 1. Runde: Issa Naschcho (LZ Multikraft Wels/OÖ) – Gergely Nerpel (HUN), Thomas Scharfetter (JC Sanjindo Bischofshofen/S) – Noah Christiaens (BEL); Sonntag, 19.04., 4. Wettkampftag, +100, 1. Runde: Movli Borchashvilli (Galaxy Judo Tigers/W) – Marek-Adrian Masak (EST). In Runde 2 würde Ibrahim Tataroglu (TUR/7) warten.