17. April 2026

Samuel zeigt auf

Leichtgewichtler Samuel Gaßner (-73/UJZ Mühlviertel/OÖ) schrammte bei der Judo-Europameisterschaft in Tiflis (GEO) knapp an einer Überraschung vorbei. Der 24-jährige Oberösterreicher setzte sich zunächst gegen Rio-Olympiasieger Fabio Basile (ITA) mit Ippon durch und führte dann auch gegen den Ex-Europameister und Olympia-Fünften von Paris Akil Gjakova (KOS) mit einer Waza-ari-Wertung, ehe ihm eine Minute vor Kampfende ein folgenschwerer Fehler unterlief. „Ich habe taktisch ein bisschen den Faden verloren und bin von meinem Konzept abgewichen. Als ich den Griff gewechselt habe, hat er mich mit De-ashi-barai (Fußfeger) erwischt. Das war ein unnötiger Fehler“, haderte Gaßner. Sportdirektor Markus Moser ergänzte: „Samuel war eigentlich nicht unter Druck, er hätte nicht angreifen müssen. So ist er leider in einen Konter gelaufen. Bis dahin war er in beiden Kämpfen souverän, hat wirklich überzeugt. Schade, da wäre heute definitiv mehr möglich gewesen – wie beim Grand-Slam 2025, als Samuel in Tiflis Bronze holte.“

Auch Lubjana „Lulu“ Piovesana (-63/LZ Hohenems/V), als Nummer sechs gesetzt, schied bei ihrem ersten Antreten in diesem Jahr ebenfalls vorzeitig aus. Die 29-jährige Austro-Britin musste sich in ihrem Auftaktkampf Leila Mazouzi (SLO), Nummer 39 im IJF-Ranking, mit Ippon nach Kosoto-gake (Bein-Wurftechnik) geschlagen geben. Markus Moser: „Lulu war kurz unaufmerksam, hat ein paar Schritte zurück gemacht und wurde eiskalt erwischt. Dieser Ausgang entspricht nicht dem Kräfteverhältnis der beiden.“

Am Samstag sind mit der zweifachen Olympia-Medaillengewinnerin Michaela Polleres (-70), Magamed Borchashvilli, Bernd Fasching (beide -81 kg), Issa Naschcho und Thomas Scharfetter (-90) insgesamt fünf ÖJV-Judoka im Einsatz.


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