700 Judoka aus 30 Nationen – darunter neun ÖJV-Asse – bereiten sich aktuell in Almaty (KAZ) auf die nächsten World-Tour-Events und die Weltmeisterschaft Anfang Oktober in Baku (AZE) vor. Knapp 30 Trainingseinheiten stehen in vierzehn Tagen auf dem Programm. Noch läuft das Trainingscamp bis Samstag. JUDO AUSTRIA bat die Austro-Britin Lubjana Piovesana (-63/LZ HOhenems/V), heuer schon zweifache Bronzemedaillengewinnerin auf Grand-Slam-Ebene, zum Halbzeit-Interview.
Lubjana, wie läuft’s für dich in Almaty, wie zufrieden bist du mit deiner aktuellen Form?
Lubjana Piovesana: „Ich fühle mich von Tag zu Tag besser, die Formkurve steigt. Die Konkurrenz im Halbmittelgewicht und Mittelgewicht ist extrem hart. Ich trainiere viel mit den Japanerinnen, allen voran mit Weltmeisterin Haruka Kaju. Unsere interne Vorgabe ist, möglichst viel mit asiatischen Konkurrentinnen zu trainieren, um uns bestmöglich an ihren Kampfstil zu gewöhnen. Sie gehen viel direkter auf Ippon los, kämpfen bei Randori-Einheiten auch kompomissloser als wir Europäerinnen. Das wird dann im Oktober, bei der WM, nicht viel anders sein. Ich könnte mir jedenfalls keine bessere WM-Vorbereitung vorstellen. „
Wie fordernd sind die Einheiten?
Piovesana: „Headcoach Yvonne Snir-Bönisch hat uns nicht zu viel versprochen. Das Trainings-Niveau in Almaty ist extrem hoch. Ich kann mich nicht an viele Trainingslager erinnern, die ähnlich hart waren wie das aktuelle hier in Kasachstan. Zum Glück hatten wir am Sonntag frei, durften für ein paar Stunden in die Stadt. Die kurze Pause hat gutgetan.“
Welche Turniere stehen für dich vor der WM noch auf dem Programm?
Piovesana: „Ende August der Grand-Slam in Lausanne, zwei Wochen später das World-Tour-Turnier in Budapest. Dazwischen haben wir noch eine Reihe von Trainingslehrgängen. Jetzt geht’s bis zur WM Schlag auf Schlag…“