Judo Austria und das Bundesministerium für Inneres (BMI) intensivieren künftig ihre Zusammenarbeit. ÖJV-Präsident Martin Poiger und Innenminister Gerhard Karner unterzeichneten im Innenministerium eine diesbezügliche Kooperationsvereinbarung. Ziel der verstärkten Zusammenarbeit ist es, bestehende Synergien zu nutzen und neue Felder im Bereich der Spitzen- und Leistungssportförderung zu erschließen. Im Mittelpunkt stehen die Zusammenarbeit im Bereich der polizeilichen Grundausbildung, die Förderung der beruflichen Aus- und Weiterbildung von Judoka sowie eine gemeinsame Kommunikations- und Vermarktungsstrategie mit beidseitigem Nutzen für Judosport und die Polizei. Darüber hinaus soll bei Judogroßveranstaltungen in Österreich und bei internationalen Großevents im Ausland eine Task-Force eingerichtet werden.
„Zwischen Judo und der Polizei besteht eine lange, tief verwurzelte Tradition. Unzählige Polizistinnen und Polizisten stehen oder standen selbst auf der Matte. Dass das BMI den Spitzensport ebenso wie den eigenen Judo-Polizeikader so konsequent fördert, unterstreicht die enorme Bedeutung dieser Allianz. Sicherheit ist für Judo Austria kein Nebenschauplatz, sondern unser zentraler Kernwert. Die heutige Vereinbarung ist der logische nächste Schritt, um unsere Kräfte in den Bereichen Ausbildung, Athletenförderung, Events und Präventionsarbeit im Sport noch enger zu verzahnen“, meinte ÖJV-Präsident Martin Poiger.„Disziplin, Respekt und die Einhaltung klarer Regeln sind Eigenschaften, die Polizeiarbeit und Sport miteinander verbinden.
Von dieser Kooperation profitieren sowohl Judo Austria als auch die Polizei. Schlussendlich geht es dabei auch um ein Mehr an Sicherheit für die Bevölkerung“, bekräftigte Innenminister Gerhard Karner.
Verena und Maria Teil des Sportprogramms
Die Kooperation erweitert die bestehende Spitzensportförderung im Innenministerium, durch die Spitzensport und Polizeiberuf eng miteinander verbunden sind. Derzeit stehen mit Verena Hiden und Maria Höllwart zwei erfolgreiche Judoka als Spitzensportlerinnen im Dienst des BMI. Hiden wurde Österreichische Meisterin, erreichte den dritten Platz bei der U23-EM und mehrere Podestplätze bei European Cups. Höllwart wurde 2024 in Sofia Polizei-Europameisterin.
Auch ehemalige Polizeispitzensportlerinnen und -sportler wie Europameisterin Sabrina Filzmoser, EM-Medaillengewinnerin Bernadette Graf oder Polizei-EM-Dritter Christoph Kronberger haben im Judo national wie international herausragende Erfolge erzielt. Bernadette Graf und Christoph Kronberger blieben dem Innenministerium nach ihren aktiven Karrieren erhalten und versehen ihren Dienst bei der Polizei.
Jahrzehntelange Tradition
Die Spitzensportförderung im Innenministerium hat eine lange Tradition und verbindet eine nachhaltige Berufsausbildung mit der Möglichkeit, Sport professionell auszuüben. Spitzensportlerinnen und Spitzensportlern, Para-Sportlerinnen und Para-Sportlern sowie Trainerinnen und Trainern wird einerseits eine fundierte Berufsausbildung und damit gleichzeitig eine soziale Absicherung abseits der sportlichen Karriere geboten, andererseits werden ihnen Förderungen für Training, Vorbereitungszeiten und Wettkämpfe gewährt. Im Gegenzug präsentieren die Spitzensportlerinnen und Spitzensportler die Marke Polizei und tragen zum hohen Vertrauen der Bevölkerung in die Polizei bei.