18. April 2026

"Ein unnötiger Fehler"

Am 11. Juni 2023 stand Thomas Scharfetter bei den European Open in Madrid das letzte Mal am Podium. Bei der Europameisterschaft 2026 in Tiflis schrammte der 25-jährige Pongauer Samstagnachmittag denkbar knapp an einer EM-Medaille vorbei. Der fünfte Rang ist dennoch sein bisheriger Karrierehöhepunkt. Thomas Scharfetter über…

… den Tag im Rückblick: „Ich habe eigentlich vom ersten Kampf an gemerkt, dass es gut läuft. Ich habe sofort die Energie gespürt – so habe ich dann auch gekämpft. Ich war sehr gut vorbereitet. Meine Taktik: Griff-Eröffnung, Distanz halten, möglichst viel bewegen…. Das habe ich heute gut durchgezogen – vom Finale um Bronze abgesehen.“

… den Finalkampf um Rang 3: „Ich habe mich körperlich nicht unterlegen gefühlt. Aber ich habe den Beginn verschlafen, bin blöd dagestanden anstatt mich wegzubewegen. Das war’s dann auch schon. Ein unnötiger Fehler, der mir eigentlich nicht passieren hätte dürfen.“

… die nächsten Wettkämpfe: „Es geht Schlag auf Schlag weiter: Anfang Mai der Grand-Slam in Dushanbe, dann die European Open in Benidorm, Mitte Juni beginnt in Ulaanbaatar die Olympia-Qualifikation. Ich freue mich auf die nächsten Aufgaben.“

ÖJV-Headcoach Yvonne Snir-Bönisch streute ihrem Schützling Rosen: „Die letzten Turniere, nach seinen langer Verletzungspause, war er nicht wiederzuerkennen, konnte nicht annähernd an seine Trainingsleistungen anschließen. Es war zum Kopfschütteln. Schön, dass er jetzt wieder der Alte ist. In dieser Form kann Thomas jeden schlagen. Das mentale Training mit dem Olympia-Psychologen Patrick Bernatzky in Salzburg-Rif scheint zu helfen. Thomas war heute richtig on fire, hat sich sehr gut verkauft. Das schnelle Aus im Finale kann passieren. Aber so einen Fehler macht er kein zweites Mal! Thomas wird bei den nächsten Turnieren zu beachten sein.“


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