18. April 2026

Erster Finaleinzug

Judo Austria ist am Samstag, dem dritten Wettkampftag bei der Europameisterschaft in Tiflis (GEO), erstmals im Finalblock vertreten. Thomas Scharfetter (-90/JC Sanjindo Bischofshofen/S) kämpft gegen den Rumänen Alex Cret um Bronze. „Zuletzt haben wir bei Thomas öfters den Kopf geschüttelt, weil er als Trainingsweltmeister seine Top-Form im Wettkampf nicht annähernd abrufen konnte. Jetzt ist er nach einer längeren Durstrecke und einigen Verletzungen endlich wieder der Alte. Die Zusammenarbeit mit Olympia-Psychiologe Patrick Beratzky scheint geholfen zu haben“, kommentierte eine sichtlich zufriedene ÖJV-Cheftrainerin Yvonne Snir-Bönisch.

Thomas Scharfetter schaltete auf seinem Weg ins Bronze-Finale Noah Christiaens (BEL), Roy Sivan (ISR) und Yahor Varapayeu (BLR) aus. Die einzige Niederlage des Tages kassierte der 25-jährige Pongauer gegen den späteren Finalisten und Ex-Europameister Nemanja Majdov (SRB). Im Finale um Rang drei bekommt es Scharfetter mit Alex Cret zu tun. Im einzigen Aufeinandertreffen der beiden bislang – vor drei Jahren bei den European Open in Warschau – setzte sich Scharfetter durch.

Eine sehr starke Leistung zeigte auch Bernd Fasching (-81/Galaxy Judo Tigers/W). Der 22-Jährige bezwang Victor Sterpu (MDA) und den als Nummer vier gesetzten Vedat Albayrak (TUR), musste sich dann aber in einem sehr ausgeglichenen Kampf im Golden Score Mihajlo Simin (SRB) geschlagen geben und blieb unplatziert.

Die zweifache Olympia-Medaillengewinnerin Michaela Polleres (-70/JC Sparkasse Wimpassing/NÖ) unterlag in ihrem Auftaktkampf der starken Russin Madina Taimazova, Olympia-Dritte in Tokio, mit Yuko. Snir-Bönisch: „Eine kleine Unachtsamkeit hat den Kampf entschieden. Michi ist trotzdem in guter Verfassung und bereit für den Start der Olympia-Qualifikation im Juni. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie wieder Medaillen auf höchster Ebene gewinnt. Sie kann sich jedenfalls heute keinen großen Vorwurf machen.“


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