„Es war eine Art Feuertaufe und wir haben sie bestanden“, freuten sich die Judo-Austria-Nationaltrainer Lisa Dengg und Martin Grafl. Österreichs Kadetten (Unter-18) gewannen beim besonders stark besetzten Europacup in Berlin – mit 737 Judoka aus 35 Nationen – dreimal Bronze. Und es waren mit Bleona Rama (-63/Askö Reichraming/OÖ/als Nummer 3 gesetzt), Selina Wögerer (-70/Fairdrive Leonding/OÖ/1) und Felix Scheiber (-90/PSV Salzburg – Judo/S/3) drei Nachwuchs-Asse, die allesamt beim dritten Antreten in diesem Jahr zum dritten Mal anschrieben. Für Selina und Felix war es sogar schon die dritte Podiumsplatzierung im Jahr 2026. Das Erfolgstrio hat damit die Qualifikationsnorm für die Jugend-EM in Gran Canaria (ESP/29.06. – 02.07.) und die Jugend-WM in Guaqaquil (ECU/20. – 22.08.) erfüllt.
Bleona Rama feierte fünf Siege, um Bronze in Händen halten zu können. Die 16-jährige Oberösterreicherin bezwang Anastasia Zahharova (EST), Salima Günther (GER), Selin Bestav (TUR), Zilan Huseynli (AZE) und Lou Le Touzé (FRA) durch. Die einzige Niederlage des Tages kassierte Bleona gegen die spätere Siegerin Valeria Giordano (ITA).
Teamkollegin Selina Wögerer, im Mittelgewicht als Nummer eins gesetzt, in der Jugend-Weltrangliste auf Rang zwei zu finden, setze sich auf dem Weg unter die Top-3 gegen Robyn Davies (GBR), Busra Karatas (TUR), Esmee Vendrig (NED) und Anna Kucerova (CZE) durch. Im Viertelfinale gab’s gegen Amelie Fabienne Pilz (GER) eine Ippon-Niederlage.
Felix Scheiber startete mit einer knappen Yuko-Niederlage im Golden-Score gegen den späteren Silbermedaillengewinner Omar Akhundov (AZE) ins Turnier. Danach hielt sich der 17-jährige Salzburger schadlos und schaltete der Reihe nach Julian Henryk Kissk (GER), Ondrej Lajcak (CZE), Marinus Boomkamp (NED) und Dmitrijs Kolosovs (LAT) aus.
Jasmina Mantaeva (-48/UJZ Mühlviertel/OÖ) belegte den siebenten Rang. In der Nationenwertung landete Österreich auf dem 15. Platz. Die Nummer eins war Usbekistan mit 4 x Gold, 2 x Silber und 5 x Bronze.