Österreich blieb am Abschlusstag der Judo-WM in Baku im Mixed-Teambewerb in Runde eins gegen Gastgeber Aserbaidschan ohne Chance, unterlag mit 0:4 und blieb unplatziert. Vize-Weltmeisterin Michaela Polleres und der EM-Fünfte Thomas Scharfetter kamen nicht mehr zum Einsatz.
Schwergewichtlerin Maria Höllwart (+70) musste sich Madina Kaisinova mit Yuko geschlagen geben, Movli Borchashvilli (+100) unterlag Olympiasieger Zelym Kotsoiev mit Ippon, Laura Kallinger verlor gegen Khadizha Gadashova wie Höllwart mit Yuko. Zum Abschluss kassierte Firas Ben Saad (-73) gegen den WM-Dritten Rashid Mammadaliyev eine Waza-ari-Niederlage.
„Dass es für unser junges Team nach erfolgtem Generationswechsel nicht leicht wird, war uns schon vor der Auslosung klar. Aber wir wollen jede Chance nutzen, um Punkte für die Olympia-Mixed-Team-Qualifikation zu sammeln. Bei den Spielen in Paris waren wir – entgegen aller Erwartungen – qualifiziert, das wäre jetzt auch für Los Angeles 2028 unser großes Ziel“, betonte ÖJV-Headcoach Yvonne Snir-Bönisch.
Zur Einordnung: Aserbaidschan verfügt mit Hidayat Heydarov (-73) und Zelym Kotsoiev (-100) über zwei Paris-Olympiasieger, holte bei der Heim-WM nicht weniger als sieben WM-Medaillen, darunter eine in Gold (Ahmad Yusifov/-60), und landete im Medaillenspiegel hinter Japan (7-2-3) sowie Georgien (2-1-1) auf Platz drei. Österreich belegte unter 93 Nationen den mehr als respektablen 12. Rang.
