Wer in Österreich lebt und Julius Meinel heißt, wird zwangsläufig mit der geschichtsträchtigen Nobel-Kaffeemarke in Zusammenhang gebracht. Aber da ist man bei Julius Meinel, dem gebürtigen Leipziger, auf dem falschen Dampfer. Julius verdingte sich lange Jahre Jals Top-Judoka am Olympia-Stützpunkt Leipzig. 2012 verschlug es den Sachsen – der Liebe wegen – in die Alpenrepublik, genauer nach Salzburg. Mittlerweile ist Meinel verheiratet mit Nadine Fredel, einer ehemaligen PSV-Athletin. 2019 schloss sich Julius dem Salzburger Landesverband an, seit Juni 2023 fungiert er als hauptamtlicher Landesverbandstrainer.
Michaela Höllwart, Lazar Miljkovic, Felix Scheiber (jeweils Unter-18) sowie Marlene Schinwald (U21) brachte Meinel allesamt zu EM-Ehren, als Betreuer ist er bei Europacup-Turnieren (aller Altersklassen) bzw. am Bundesstützpunkt in Linz beim Kadertraining anzutreffen. Auch bei den Welt-Uni-Spielen (FISU Games) in Deutschland war er im ÖJV-Auftrag aktiv. „Julius ist ein Vorzeige-Trainer, man kann sich zu 100 Prozent auf ihn verlassen“, schwärmen die ÖJV-Nationalcoaches. Mit anderen Worten: Julius Meinel – mit „-el“ – ist Österreichs Judo-Trainer des Jahres 2025. Eine Auszeichnung, die längst überfällig war.
Zurück zum Anfang: Ganz falsch liegt man bei Julius Meinel mit Kaffee nicht: „Ich trinke sehr gerne Kaffee, vorzugsweise von Julius Meinl, kurz und schwarz!“ Soll heißen: Meinel und Meinl passen gut zusammen, zumindest wenn es nach dem „Meinel mit el“ geht.