Elena Dengg (-78/JC Sanjindo Bischofshofen/S) gelang am dritten und letzten Wettkampftag beim Judo-Grand-Slam in Lausanne (SUI) ein starkes Ausrufezeichen. Die 22-jährige Pongauerin, 2024 Junioren-Weltmeisterin, im Halbschwergewicht aktuell auf Rang 92 der Weltrangliste zu finden, zog erstmals in ihrer Karriere in einen Grand-Slam-Finalblock ein. Im Finale um Bronze musste sich Dengg trotz starker Leistung der Olympia- und WM-Dritten Patricia Sampaio (POR) mit Waza-ari (nach Seoi-otoshi) geschlagen geben. Für die 27-jährige Portugiesin, als Nummer fünf gesetzt, war es die bereits 12. Grand-Slam-Medaille ihrer Karriere.
„Elena hat sich sehr gut verkauft und mit überzeugenden Leistungen den Sprung in den Finalblock geschafft. Ihr aggressiver Kampfstil hat sich ausgezahlt. Auch im Finale um Bronze hat man ihren Willen gesehen, den Kampf für sich zu entscheiden. Noch hat leider das Happy-End gefehlt. Sampaio ist sehr erfahren und hat letztlich verdient gewonnen. Aber für Elena war es ein wichtiger Schritt. Die erste Grand-Slam-Medaille ist nur eine Frag der Zeit“, resümierte ein sichtlich zufriedener ÖJV-Nationaltrainer Miguel Ogando Lopes.
Auf dem Weg in den Finalblock setzte sich Elena Dengg gegen Karla Kulic (CRO), Beatriz Freitas (BRA) und Mathilda Sophie Niemeyer (GER) durch. Eine Niederlage gab’s im Viertelfinale gegen die (später ebenfalls) fünftplatzierte Kurena Ikeda (JPN/3).
Inklusiver Judo-Grand-Slam Lausanne (28. – 30.08./513 Judoka aus 77 Nationen), Sonntag, 3. Wettkampftag, Ergebnisse, -78 kg (25 Starterinnen): 1. Anna Monta Olek (GER/1), 2. Yelyzaveta Lytvynenko (UAE/2), 3. ex aequo Kaila Issoufi (FRA/4), Patricia Sampaio (POR), 5. Elena Dengg (AUT), Kurena Ikeda (JPN); +78, 1. Runde: Maria Höllwart (JC Sanjindo Bischofshofen/S) unterliegt Rochele Nunes (POR) mit Ippon – vorzeitig out; -90: Issa Naschcho (LZ Multikraft Wels/OÖ) gewinnt zum Auftakt gegen Vlad Visan (ROU) mit zwei Waza-ari-Wertungen, muss sich dann im Achtelfinale dem top-gesetzten Brasilianer Rafael Macedo mit Ippon geschlagen geben und bleibt ebenso unplatziert wie Thomas Scharfetter (JC Sanjindo Bischofshofen/S), der in der Runde der letzten 32 Israpil Saipov (BRN) mit Yuko verlor; +100: Movli Borchashvilli (Sportzentrum Galaxy Tigers/NÖ) gewinnt seinen ersten Kampf gegen Emirkhan Zholdoshkaziev (KGZ) und muss sich dann im Achtelfinale dem als Nr. 5 gesetzten Kanta Nakano (JPN) geschlagen geben. Stephan Hegyi (S.C. Hakoah/W) bezwingt Adlan Eskirkanov (IJF-Flüchtlingsteam), im Achtelfinale ist dann gegen den WM-Fünften Tamerlan Bashaev (RUS), Olympia-Dritter 2021, nach 6:21 Minuten im Golden Score mit 3 Shidos Endstation. Beide bleiben unplatziert.