Bei der ersten Judo-WM in Baku (AZE) im Jahre 2018 waren beachtliche 755 Judoka aus 124 Nationen am Start. Dieser Rekord ist bei der Judo-WM 2026 (04. – 11.10.) in der Hauptstadt von Aserbaidschan diesmal nicht in Gefahr. Aktuell scheinen 637 Judoka aus 96 Nationen in der Nennliste für die 39. Judo-WM auf. Dafür ist 2026 die Qualität des Teilnehmerfeldes außergewöhnlich. Mit dabei sind 10 Titelverteidiger:innen von Budapest 2025 sowie nicht weniger als 12 Weltranglisten-Erste. Nur zwei Beispiele in Sachen Qualität: Im Halbmittelgewicht der Frauen (-63 kg) sind die Top-12 der Weltrangliste – inklusive Lubjana Piovesana – ausnahmslos am Start, im Mittelgewicht der Männer (-90) sind die Top-17 im IJF-Ranking mit dabei. So bleibt Zweifach-Olympiasieger Lasha Bekauri (GEO) diesmal ungesetzt, wird nur als Nummer 16 geführt.
Weitere Zahlen & Fakten zur WM 2026:
- Die größten Delegationen stellen Gastgeber Aserbaidschan mit 24 Aktiven (u.a. mit den Olympiasiegern Hidayat Heydarov/-73 sowie Zelym Kotsoiev/-100, gefolgt von Brasilien, Italien, Japan, Korea, Russland sowie den USA (je 18).
- Austragungsort ist die 6.000 Besucher:innen fassende Nationale Turn-Arena. 2018.
- Zehn Weltmeister:innen aus Budapest wollen in Baku ihren Titel verteidigen: -48: Assunta Scutto/ITA, -52: Uta Abe/JPN, -57: Eteri Liparteliani/GEO, -63: Haruka Kaju, -70: Shiho Tanaka/beide JPN; -60; Ryuju Nagayama, -66: Takeshi Takeoka/beide JPN, -73: Joan-Benjamin Gaba/FRA, -90: Sanshiro Murao/JPN, +100: Inal Tasoev/RUS.
- Insgesamt zwölf Weltranglisten-Erste sind bei der WM mit dabei: -48: Xinran Hui/CHN, -57: Eteri Liparteliani/GEO,-63: Haruka Kaju/JPN, -70: Lara Cvjetko/CRO, -78: Anna Monta Olek/GER, +78: Raz Hershko/ISR; -60: Balabay Aghayev/AZE, -66:Takeshi Takeoka/JPN, -73: Muhiddin Asadulloev/TJK, -90: Sanshiro Murao/JPN, -100: Gennaro Pirelli/ITA, +100: Inal Tasoev/RUS.
- Bei der ersten Judo-WM in Baku 2018 waren insgesamt 755 Judoka aus 124 Nationen am Start. Österreich belegte in der Nationenwertung den geteilten 35. Rang. Einzige Ausbeute war Platz sieben von Kathi Unterwurzacher (-63). Judo-Großmacht Japan räumte 7 x Gold, 5 x Silber und 4 x Bronze ab.
- An Preisgeld werden 800.000 Euro verteilt. Für den WM-Titel gibt’s 26.000 Euro (davon erhält 20.800 € die Athletin/der Athlet bzw. 5.200 der Coach. Der Vize-Weltmeistertitel bringt 15.000 (12.000/3.000), für Platz drei gibt’s noch 8.000 (6.400/1.600) zu verdienen.
- Für die Weltrangliste werden den Titelträger:innen jeweils 2.000 Zähler gutgeschrieben, für Rang zwei gibt’s 1.400 Punkte, für Platz drei 1.000. Zum Vergleich: Ein Grand-Slam-Erfolg bringt 1.000 Punkte.