21. November 2025

Familientreffen

ÖJV-Präsident Martin Poiger rührt für das Final-Four in Gmunden auch in diesem Jahr kräftig die Werbetrommel. Warum er den Bundesliga-Showdown der Frauen und Männer so besonders findet, verrät er im JUDO-AUSTRIA-Kurz-Interview.

Warum ist der 22. November in deinem Kalender rot angestrichen?

Martin Poiger: „Die gesamte heimische Judo-Szene hat den 22.11. im Kalender vermerkt, das gilt für mich, aber auch 2.000 andere Judo-Fans. Der Raiffeisen-Sportpark wird einmal mehr aus allen Nähten platzen, die Stimmung ist sicher top. Im letzten Jahr haben wir gesehen: Mit einer Runde – sprich 6 Kämpfen bei den Frauen, sieben bei den Männern – steigt die Dramatik. Deutliche Ergebnisse sind Mangelware, in der Regel entscheidet erst der letzte Kampf über Sieg und Niederlage. Wir haben 12 von 14 Staatsmeistern aus Feldkirch am Start, dazu internationale Top-Stars wie die Ex-Weltmeister Granda, Garrigos und Olympia-Medaillengewinner Vieru. Im Publikum findest du jede Menge bekannte Gesichter: Letztes Jahr ist mir beispielsweise Christoph Stangl, Olympia-Teilnehmer im Leichtgewicht im Jahr 2000 in Sydney, über den Weg gelaufen. Auch er hat das Final-Four-Ambiente sichtlich genossen.“

Wer macht am Samstag das Rennen?

Poiger: „Bei den Frauen tippen viele auf ein Finale Leibnitz gegen Titelverteidiger UJZ Mühlviertel. Bei den Männern ist Galaxy das Team, das es zu schlagen gilt. Nicht umsonst haben sie 11 Titel in 14 Jahren gewonnen. Wenn man an letztes Jahr denkt: Auch da hat im Finale gegen Wels erst der letzte Kampf den Ausschlag gegeben. Ich kann nur jedem empfehlen, sich dieses Spektakel nicht entgehen zu lassen.“

Aus sportlicher Sicht ist das Jahr 2025 nicht nach Wunsch verlaufen – an welchen Schrauben muss der Verband drehen, um für die im nächsten Jahr startende Olympia-Qualifikation gerüstet zu sein?

Poiger: „Das ist der Gang der Dinge – wir haben vier Jahre in Folge bei allen Großereignissen abgeliefert, drei Olympia-Medaillen und drei WM-Medaillen geholt. Nach Paris haben einige aufgehört, Michi Polleres, zweifache Olympia-Medaillengewinnerin, wollte eine Auszeit wie so viele internationale Stars auch. Bei Lubjana Piovesana ist ein privater Schicksalsschlag dazugekommen. Und plötzlich hatten wir nur einen fünften Rang und kein Stück Edelmetall. Was mir wichtig war: Wir sind sehr offen mit dieser Situation umgegangen, haben alles hinterfragt und die Planung fürs zweite Halbjahr des Jahres komplett neu konzipiert. Wir werden 2026 wieder abliefern, davon bin ich überzeugt.“


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