Noch wollte es nicht sein: Bernd Fasching (-81/Sportcenter Galaxy Tigers/NÖ/5) belegte beim Grand-Prix in Qingdao (CHN) den zweiten Platz und durfte sich über seine insgesamt dritte Silbermedaille auf der Judo-World-Tour freuen. Der 22-jährige Wiener unterlag im Finale um Gold dem WM-Dritten Zelim Tckaev (AZE) mit zwei Waza-ari-Wertungen (jeweils nach Uchi-mata). „Bernd hatte gegen Tckaev wie schon im Finale in Duschanbe Anfang Mai Krämpfe, konnte nicht mehr so agieren wie in den Runden zuvor. Das werden wir uns in Ruhe anschauen – aber es war ein toller Tag für ihn, mit 11 spektakulären Wertungen, viel Höhen, aber auch ein paar Tiefen. Sein erster Sieg ist jedenfalls nur mehr eine Frage der Zeit“, meinte ÖJV-Headcoach Yvonne Snir-Bönisch.
Auf dem Weg ins Gold-Finale schaltete Fasching Shinebayar Oyunchimeg (MGL), Ernan Gurgen (TUR), Eetu Ihanamaki (FIN/4) und Leichtgewichts-Olympiasieger Hidayat Heydarov (AZE) aus. „Es hat recht wackelig angefangen. Nach dem ersten Kampf hat mich mein Coach Jozef Krnac angeschrien, weil ich eine klare Führung noch aus der Hand gegeben hatte. Da hätte ich nicht geglaubt, am Ende im Finale stehen zu können. Aber ab dann ist es von Kampf zu Kampf besser gelaufen. Jetzt stehe ich zwar wieder mit Silber da, aber es sind wichtige erste 490 Punkte für die Olympia-Qualifikation. Bis zum nächsten Grand-Slam in der Schweiz bleiben zwei Monate Zeit fürs Training“, meinte der Weltranglisten-Dreizehnte.
Insgesamt sind an diesem Wochenende in China 500 Judoka aus 57 Nationen am Start, darunter sechs ÖJV-Starter:innen. Am Sonntag sind in China noch Elena Dengg (-78), Thomas Scharfetter (-90/beide JC Sanjindo Bischofshofen/S) und Schwergewichtler Stephan Hegyi (+100/S.C. Hakoah/W) im Einsatz.
Grand-Prix Qingdao (CHN), 2. Wettkampftag, Samstag, -81 kg (50 Starter), Endstand: 1. Zelim Tckaev (AZE/2), 2. Bernd Fasching (AUT/5), 3. ex aequo Manuel Parlati (ITA), Hidayat Heydarov (AZE), 5. Egor Sukhoparov (RUS), Bright Maddaloni Nosa (ITA), 7. Gadzhimurad Omarov (UAE/7), Eetu Ihanamaki (FIN/4).
