Ein letztes Mal wurde es noch emotional, als ÖJV-Sportdirektor Markus Moser die Videobotschaften von Michaela Polleres und Magda Krssakova abhörte. „Du wirst uns fehlen“, betonten beide. Knapp 13 Jahre lang arbeitete der gelernte Sportwissenschaftler für den Österreichischen Judo-Verband, seit 2017 in der Funktion des Sportdirektors. Montagfrüh schaute der 36-jährige Wiener, zweifacher Familienvater, im ÖJV-Büro vorbei, um letzte Fragen der Mitarbeiter:innen zu beantworten und den Büroschlüssel abzugeben. „Das Büro habe ich schon im Juli, vor meinem Urlaub, ausgeräumt. Viel war jetzt nicht mehr zu tun.“
„Wir haben uns im letzten Monat schon ganz gut ohne Markus zurechtgefunden. Die Übergabe war sehr professionell, alles läuft nach Plan. Die Suche nach einem geeigneten Nachfolger steht kurz vor dem erfolgreichen Abschluss“, erzählt Generalsekretärin Corina Korner. „Markus war ein High-Performer, höchst verlässlich und beliebt. Natürlich wird er uns fehlen. Aber er ist ja auch nicht aus der Welt.“
ÖJV-Präsident Martin Poiger wird als ÖOC-Vorstandsmitglied auch weiterhin eng mit dem künftigen ÖOC-Sportdirektor zusammenarbeiten. „Aus Judo-Sicht fällt uns der Abschied sehr schwer. Markus hat ein Leistungssportkonzept entwickelt und es mit Headcoach Yvonne Snir-Bönisch schrittweise umgesetzt. Die großen Erfolge der letzten Jahre wären ohne Markus nicht möglich gewesen. Der neue Sportkoordinator wird ein bestens funktionierendes System und Trainerteam vorfinden.“
Dienstag, den 1. September, wird Markus Moser sein neues Büro im ÖOC beziehen. Ende Oktober steht die erste (große) Dienstreise in neuer Funktion, als ÖOC-Sportdirektor, auf dem Programm, wenn im afrikanischen Dakar die Olympischen Jugendspiele anstehen. Der ÖJV hat für das Event einen Quotenplatz zur Verfügung. Die Nominierung steht noch aus. Damit hat Markus Moser freilich nur mehr indírekt zu tun…