Wer zuletzt lacht, lacht am besten: Ronald Pröll (-100/UJZ Mühlviertel/OÖ) stand da, ballte die Faust und lächelte. Der 21-Jährige gewann bei der Unter-23-Europameisterschaft in Neapel (ITA) Bronze. Im Finale um Platz drei setzte er sich gegen Alexandru Sibsan (ROU) mit Ippon durch. Dabei war bis Samstagfrüh nicht klar, ob Pröll wegen anhaltender Rückenschmerzen überhaupt antreten könne. Für Pröll war es die bereits zweite EM-Nachwuchsmedaille nach U18-EM-Bronze 2022 in Porec (CRO).
„Ronald hat sich durch die Rückenschmerzen nicht ablenken lassen. Er hatte einen unglaublich starken Tag, hat auf dem Weg ins Finale um Bronze u.a. die Nummer 30 der Männer-Weltrangliste und Grand-Slam-Silbermedaillengewinner Nadim Ghimbovschi aus Moldawien ausgeschaltet. Er hat sich diese Medaille mehr als verdient“, lobte Nationaltrainer Michael Winkler.
Issa Naschcho (-90/LZ Multikraft Wels/OÖ) schrammte hingegen knapp an einer Medaille vorbei: Der 22-Jährige kassierte m Finale um Bronze gegen Alex Marousek (CZE) zwei Sekunden vor Ende der regulären Kampfzeit eine Yuko-Wertung und belegte Rang fünf. Michael Winkler: „Auch Issa hatte einen sehr starken Tag – mit jeder Menge starker Würfe. Am Ende hat ein bisschen das Glück gefehlt. Aber Issa wird seinen Weg machen!“
