Die Stimmungskurve im Judo-Austria-Lager nach der Auslosung für die Unter-23-Europameisterschaft in Neapel sank kurz in den Keller. Die Auftaktgegner:innen der ÖJV-Nachwuchsasse sind durchwegs fordernd. „Es wird schwer, aber nicht unmöglich“, dozierte Sportkoordinator Martin Grafl, um gleich hinzuzufügen: „Wir glauben an unsere Chance!“
Selbst der als Nummer zwei gesetzte Mittelgewichtler Issa Naschcho (-90/LZ Multikraft Wels/OÖ) erwischte mit Mariyan Palev (BUL) ein hartes (Auftakt-) Los. Der 22-jährige Bulgare setzte sich heuer im Jänner im Finale von Sofia (European Open) gegen den EM-Fünften Thomas Scharfetter im Golden Score durch. Besonders hart wird’s am Samstag für Lisa Tretnjak (-70/SU Raiffeisenbank Leibnitz/ST): Die Steirerin muss gegen die topgesetzte Aleksandra Kowalewska (POL) ran. Die Polin ist in der Damen-Weltrangliste bereits auf Rang 20 zu finden und hat bereits einen Grand-Slam-Titel (in Dushanbe) auf ihrem Haben-Konto. Leicht wird’s auch für Ronald Pröll (-100/UJZ Mühlviertel/OÖ) nicht, der Oberösterreicher trifft auf Nodari Alapishvili (GEO), der bei der Junioren-EM 2025 in Bratislava Bronze holte.
Die weiteren Auftakt-Gegner:innen der ÖJV-Starter:innen in Neapel, Freitag, 1. Wettkampftag, -52 kg: Carina Klaus-Sternwieser (Askö Reichraming/OÖ) – Alessandra Rocco (ITA), -63: Helena Rottenhofer (JU Raika Flachgau/S) – Jelena Nisavic (SRB); -60: Mansur Abubakarov (Judo Grappling Graz/ST) – Vahe Aghasyan (ARM), -73: Firas Ben Saad (LZ Multikraft Wels/OÖ) – Aron Gabor (HUN).
Erfolg am Rande: Auch am Kampfrichter-Sektor ist der ÖJV – mit dem Salzburger Mozarteum-Uni-Professor Andreas Bernhofer – bei der Unter-23-Europameisterschaft in Neapel vertreten.