Schwergewichtler Movli Borchashvilli (+100/Galaxy Judo Tigers/W) konnte am Schlusstag der Europameisterschaft in Tiflis (GEO) die rot-weiß-rote Bilanz nicht mehr verbessern. Der 24-jährige Wiener setzte sich in Runde eins gegen den Esten Marek-Adrian Estek mit zwei Waza-ari-Wertungen nach Ura-nage und Festhaltegriff durch. Danach war aber gegen den als Nummer 7 gesetzten und späteren Bronzemedaillengewinner Ibrahim Tataroglu (TUR) nichts zu holen. „Der Erstrunden-Sieg war eindrucksvoll, aber gegen den Türken stand Movli auf verlorenem Posten. So ehrlich muss man sein. Movli hat das Soll erfüllt, die Überraschung ist leider ausgeblieben“, resümierte ÖJV-Sportdirektor Markus Moser. Damit blieb Movli Borchashvilli wie sieben seiner ÖJV-TeamkollegInnen unplatziert. Einzige zählbare Ausbeute aus österreichischer Sicht blieb der fünfte Rang von Mittelgewichtler Thomas Scharfetter (-90/JC Sanjindo Bischofshofen/S) am Samstag. Österreich landete in der Nationenwertung ex aequo mit Armenien und Schweden auf Rang 25.
Judo-Europameisterschaft Tiflis (600 Judoka/46 Nationen), Sonntag, 4. Wettkampftag, +100 kg (24 Starter): 1. Guram Tushishvili (GEO), 2. Lukas Krpalek (CZE), 3. ex aequo Valerii Endovitskii (RUS), Ibrahim Tataroglu (TUR), Movli Borchashvilli (AUT) blieb nach Zweitrunden-Aus unplatziert. Medaillenspiegel: 1. GEO 4 x Gold, 2 x Silber 1 x Bronze, 2. FRA 2-4-6, 3. RUS 2-1-4.