19. April 2026

Gemischte Gefühle

Der vierte und letzte Wettkampftag der Judo-EM in Tiflis ging mit einer Goldmedaille für Gastgeber Georgien zu Ende. Guram Tushishvili, 31, Ex-Weltmeister und Olympia-Zweiter von Tokio, setzte sich im Schwergewichtsfinale (+100 kg) gegen den zweifachen Olympiasieger Lukas Krpalek (CZE) mit Waza-ari durch und sicherte Georgien damit den vierten EM-Titel und Platz eins im Medaillenspiegel (4-2-1). Die 3.500 Fans auf den Rängen waren überglücklich über das Happy-End aus sportlicher Sicht.

„Es war eine tolle Woche, vier emotionale Wettkampftage in einer immer gut gefüllten Halle mit Fans, die Judo lieben. Wir sind sehr zufrieden“, resümierte ÖJV-Präsident Martin Poiger in seiner Funktion als Generalsekretär des Europäischen Judoverbandes.

Die präsidiale Judo-Austria-Bilanz fällt derweil gemischt aus: „Unterm Strich können wir nicht zufrieden sein: Wir haben unseren Anspruch, nach einjähriger Pause wieder zumindest eine EM-Medaille zu holen, nicht erreicht. Wir werden den Status-Quo genau analysieren“, meint Poiger. „Andererseits muss man auch sagen: Der Auftritt unser acht Judoka war durchwegs achtbar, bei einigen wäre definitiv auch mehr möglich gewesen. Highlight war natürlich der Einzug ins Finale um Rang drei von Thomas Scharfetter, auch wenn er am Ende nur Fünfter wurde. Seine Formkurve zeigt nach längerem Verletzungspech endlich wieder steil nach oben. Nicht nur von Thomas, auch bei Lubjana, Michaela und Bernd können wir beim Grand-Slam in Dushanbe Anfang Mai mit einer Top-Platzierung spekulieren. Richtig ernst wird’s ab Juni, mit Beginn der Olympia-Qualifikation bzw. dann im Oktober bei der Weltmeisterschaft in Baku. Ich bin sicher, dass wir dann besser dastehen.“


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