Die schönsten Siege, heißt es, sind jene, mit denen niemand rechnet, nicht mal die engsten Insider: Maria Höllwart (+78/JC Sanjindo Bischofshofen/S/4), nach Kreuzbandriss und Knie-OP mehr als ein Jahr außer Gefecht, holte bei ihrem Comeback bei den European Open in Prag (CZE) gleich wieder Platz eins – ihre zweite internationale Goldmedaille nach Madrid 2023. Die 26-jährige Pongauerin war durch ihre Verletzungspause auf Rang 74 im IJF-Ranking zurückgefallen. Jetzt geht’s endlich wieder bergauf… Höllwart setzte sich in der Vorrunde gegen Rochele Nunes (POR/5) und die top-gesetzte Paulien Sweers (NED/1) durch, im Finale um Gold bezwang sie Dounia Nacer (FRA/6) mit Ippon nach 2:56 Minuten Kampfzeit.
Magdalena Krssakova (-70/JC Sirvan/W), 2020 in Prag Vize-Europameisterin geworden, gelang bei ihrem Abschied von der internationalen Bühne gegen Shaked Amihai (ISR) noch ein Achtungserfolg, im Achtelfinale kam dann gegen Ruslana Bulavina (UKR) das vorzeitige Aus.
Insgesamt sind in Prag an diesem Wochenende 412 Judoka aus 38 Nationen im Einsatz, darunter auch 24 ÖJV-Athlet:innen.