Judo Austria darf am fünften Wettkampftag der Judo-Weltmeisterschaft in Baku (AZE) aufatmen. Michaela Polleres (-70/JC Sparkasse Wimpassing/NÖ), zweifache Olympia-Medaillengewinnerin steht in ihrem ersten WM-Finale und hat ihre bereits dritte Weltmeisterschafts-Medaille sicher (nach Bronze 2021, 2023). „Ich bin mega-happy und stolz, erstmals in einem WM-Finale zu stehen, noch dazu mit fünf Siegen und ohne gesetzt zu sein. Speziell die letzten zwei Kämpfe waren hart. Aber bis zum Finale um Gold bleibt ja noch genügend Zeit“, strahlte die 29-jährige Niederösterreicherin. Im Duell um den WM-Titel wartet jetzt die ebenfalls ungesetzte Ai Tsunoda Roustant (ESP). „Die Spanierin ist ehemalige Junioren- und Jugend-Weltmeisterin. Sie hat einen unangenehmen Kampfstil liegt im persönlichen Vergleich mit Michaela 4:2 vorne. Aber im Bronzekampf bei Olympia hat Michaela gewonnen“, weiß ÖJV-Headcoach Yvonne Snir-Bönisch. „Bislang war Michi in allen Kämpfen souverän und taktisch sehr diszipliniert. Für mich wirkt sie heute unantastbar.“ Die letzte rot-weiß-rote Finalteilnahme (um Gold) gab’s 2005, der in Kairo WM-Silber holte. Der letzte österreichische WM-Titel datiert aus dem Jahre 1985 (Peter Seisenbacher).
Auf dem Weg ins WM-Finale besiegte die 29-jährige Niederösterreicherin Melissa Myers (USA), die als Nummer zwei gesetzte Aoife Coughlan (AUS), Yerang Lee (KOR) Madina Taimazova (RUS/7) sowie die Deutsche Giovanna Scoccimarro, gegen die sie 2023 in Doha im WM-Halbfinale noch eine Niederlage hinnehmen musste.
ORFSport+ überträgt den Finalblock ab 16 Uhr (MESZ, Ortszeit in Baku: 18:00, 3. Kampf).

Thomas Scharfetter (-90/JC Sanjindo Bischofshofen/S) musste sich im Achtelfinale dem japanischen Ex-Weltmeister Goki Tajima mit Yuko geschlagen geben und blieb unplatziert. Tajima belegte am Ende hinter Titelverteidiger und Landsmann Sanshiro Murao den zweiten Platz.
