Beim samstägigen Bundesliga-Final-Four in Gmunden werden traditionell die JUDO AUSTRIA AWARDS vergeben – insgesamt zehn an der Zahl. Im nachstehenden TEIL ZWEI behandeln wir die Vereinskategorien bzw. die Kategorie Funktionär:in des Jahres.
Verein des Jahres: UJZ MÜHLVIERTEL
Der Titel ÖJV-Verein des Jahres 2025 geht wie schon im Vorjahr an den UJZ Mühlviertel – mit 450 aktiven Judocards auch der größte Judoverein des Landes.
Das Motto „Du selbst entscheidest, wieviel Judo du in dein Leben lässt“ ist Programm. Beim UJZ werden Hobby- und Leistungssportler:innen gleichermaßen gefördert. Teambuilding und Zusammenhalt werden groß geschrieben.
An sportlichen Erfolgen mangelt es dennoch nicht: Die Oberösterreicher sind als einziger Klub beim Final-Four in Gmunden mit einem Frauen- und einem Männerteam vertreten. Obfrau Silvia Ehrengruber, ÖJV-Vorstandsmitglied, durfte sich im laufenden Jahr über nicht weniger als zwölf österreichische Meistertitel und 31 Podiums-Platzierungen freuen.
Vereinstrainer des Jahres: THOMAS HAASMANN
Wer Galaxy sagt, denkt unweigerlich an Gründer und Cheftrainer Thomas Haasmann. „Ich bin mit 100 Prozent Vereinstrainer. Andere leisten sich andere Hobbies, mein Hobby ist Galaxy“, bekennt der frühere Halbmittelgewichtler. Als Athlet war der Wiener – in Diensten von JC Manner – Olympia-Teilnehmer (Los Angeles 1984), Mannschafts-Vize-Europameister 1986 in Novi-Sad und dreifacher ÖJV-Staatsmeister. Im Jahre 2001 gründete Haasmann die Galaxy Judo Tigers. 10 Jahre später wurde der erste Bundesliga-Mannschaftstitel eingefahren. Aktuell hält der Klub bei 11 Mannschaftsmeistertiteln und mehr als 300 Einzel-Goldmedaillen (in allen Altersklassen). Bei den Staatsmeisterschaften in Feldkirch gab’s Anfang Oktober durch Bernd Fasching (-81) und Adam Borchashvilli (-100) zwei Klassengewinne. Gelingt Bernd, Adam, Magamed, Movli & Co. am Samstag in Gmunden die erfolgreiche Titelverteidigung, wären die Wiener mit nunmehr 12 Titelgewinnen auch gleich rot-weiß-roter Rekordmeister (UJZ war bislang ebenfalls 11mal siegreich). „Natürlich ist das ein Anreiz für uns“, betont der 64-Jährige. „Aber wenn’s nicht klappt, geht die Welt auch nicht unter.“
Bis zu den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles will der „Ober-Tiger“ in jedem Fall als Vereinschef und Trainer weitermachen. „Im Idealfall haben wir – mit Bernd, Adam, Magamed und Movli – vier Galaxy-Kämpfer in den USA mit dabei. Da wäre ich der glücklichste Mensch der Welt!“

Funktionärin des Jahres: VERONIKA JAKL
Der Titel ÖJV-Funktionärin 2025 geht an Arbeitspsychologin Veronika Jakl. Die Wienerin ist seit 2019 ÖJV-Vorstandsmitglied – verantwortlich für Respekt-, Sicherheits- und Genderfragen. Jakl baute in den letzten Jahren ein ÖJV-Netzwerk von Vertrauenspersonen und Ansprechpartner:innen auf und erarbeitete das Judo-Austria-(Kinder-)Präventions- und Schutzkonzept. Ihre Expertise ist nicht nur national, sondern auch international mehr als gefragt. Bei der Europäischen Judo Union sitzt das ÖJV-Vorstandsmitglied in der „Human Rights Commission“, in der IJF bekleidet sie die Funktion des Mental Health Officers. „Mit der Bestellung von Veronika Jakl zum Vorstandsmitglied sind wir im Verband zum einen noch professioneller und krisensicherer geworden, zum anderen legen wir verstärkt Wert auf Prävention. Die Einführung der Vertrauenspersonen hat sich bewährt“, meint ÖJV-Präsident Martin Poiger. „Veronika hat sich den Titel Funktionärin des Jahres mehr als verdient.“

FOLGE 3: Samstagnachmittag werden die letzten drei Kategorien – Sportlerin des Jahres, Sportler des Jahres, Trainer des Jahres – präsentiert.