1. Juli 2026

Der Fast-Food-Deal

Bleona Rama hatte ein gutes Gefühl für den Moment. Dienstagmorgen, vor Beginn ihres Wettkampftages, war von Nervosität keine Spur. Ihr Gegenüber, Nationaltrainer Bernie Weißsteiner, gab derweil noch kurze taktische Anweisungen. Als die 17-Jährige mit einem Grinsen folgende Frage formulierte: „Wenn ich wirklich eine Medaille hole, heute, dann gehen wir zum Burger-King Abendessen. Ausgemacht?“ Es war früh und ein potentieller Medaillenkampf noch in weiter Ferne. Also sagte Weißsteiner zu.

Acht Stunden später stand ihm die Sorge über das „ungesunde Essen – Bleona zuliebe“ ins Gesicht geschrieben. Aber ein gegebenes Versprechen lässt sich nicht so einfach wegwischen. Also hatte der Coach keine Wahl und Bronzemedaillengewinnerin Bleona ihren Spaß. Vor dem Burger-Dinner ließ die Oberösterreicherin nochmals den Tag Revue passieren.

Bleona Rama über…

… die knappe Niederlage in Runde 2 gegen Arina Mashurenko (UKR): „Ich habe heuer schon in Porec gegen sie gekämpft und relativ klar verloren. Diesmal hatten wir die richtige Taktik, es war sehr knapp. Im Golden Score hatte sie dann mehr Glück – und ein Yuko mehr als ich. Im ersten Moment war ich kurz geschockt, es hat ein paar Minuten gedauert. Aber dann dachte ich mir: Die Medaillenchance lebt. Die restlichen drei Kämpfe lief alles wie geplant, hatte ich alles im Griff.“

… den Bronzekampf gegen Luisa Pokorna: „Ich wollte diese Medaille unbedingt und das Konzept war klar: Ich habe ihre rechte Hand kontrolliert, auf der linken Seite attackiert. Der Hüftwurf brachte die Entscheidung. Ich glaube, ich habe verdient gewonnen.“

… die Siegerehrung: „Lustig, dass ich dann ausgerechnet Seite an Seite mit Arina Mashurenko am Podium stehe. Es ist ein schönes Gefühl, wenn du die Medaille um den Hals hast. Es ist der Lohn für eine richtig gute Saison.“


Verwandte News

Partner und Sponsoren